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Holzfassade streichen: Wetterschutz, der Hamburg aushält

Klaus Agent

Holzfassade, Zaun und Palisade streichen – Wetterschutz, der hält

Lasur oder deckende Wetterschutzfarbe, wie der Aufbau aussieht und was Schlagregen und salzhaltige Luft vom Material verlangen.

An der Wetterseite platzt der Anstrich nach zwei Jahren ab, an der geschützten Seite hält derselbe Aufbau zehn Jahre – das liegt selten am Produkt, sondern am Aufbau und an der Vorbehandlung. Dazu kommt die Grundentscheidung zwischen offenporiger Lasur und deckender Wetterschutzfarbe, die über die gesamte Pflege der Fassade entscheidet. Wer das einmal falsch wählt, kann später nur noch mit Aufwand zurück.

+4 °C
ISO-WSF noch verarbeitbar
6–8 h
bis zum zweiten Anstrich
ca. 8 m²/l
Wetterschutzfarbe je Anstrich
120–140 ml/m²
Holzschutzgrund in 1–2 Arbeitsgängen

Der Grundschutz vor Bläue und Schimmel

Jansen Holzschutzgrund / Woodprimer WV wird mit 120–140 ml/m² eingebracht und verbessert Haftung und Haltbarkeit der folgenden Anstriche.

Direkt bestellbar bei ProMa Farben & Lacke, Ihrem Farben-Fachhandel in Hamburg-Bahrenfeld. Versand bundesweit oder Abholung Bahrenfelder Chaussee 80, 22761 Hamburg-Bahrenfeld. Fragen zu Menge und Aufbau? 0174 3145316.

Welches Jansen-Produkt passt zu Ihrem Fall?

Die erste Frage ist nicht die Farbe, sondern der Systemtyp: offenporig lasierend, deckend oder klar. Danach entscheidet die Beanspruchung – eine Südwestfassade mit Schlagregen braucht einen anderen Aufbau als ein Zaun im Windschatten.

Jansen Holzschutzgrund / Woodprimer WV

Der vorbeugende Schutz vor Bläue und Schimmel unter filmbildenden Lasuren, Farben und Lacken – für alle Hölzer im Freien ohne Erdkontakt, die statisch nicht beansprucht werden. Naturmatt, blockfest, leicht schleifbar, Einbringmenge 120–140 ml/m² in ein bis zwei Arbeitsgängen (BauA-Zulassungsnummer N-77319).

Jansen Imprägnierlasur

Für Neu- und Überholungsanstriche auf Holzverbretterungen, Zäunen und Pergolen, besonders für offenporige Anstriche. Exzellentes Eindringvermögen, ventilierend, wetterbeständig, lichtecht und UV-stabil (außer Farblos) und mit Filmschutz gegen Algen- und Pilzbefall – 8–16 m²/l je Anstrich.

Jansen Vario Solid Lasur

Grund-, Zwischen- und Schlussbeschichtung in einem Produkt für Holzhäuser, Pergolen, Verschalungen, Zäune, Fenster und Außentüren. Durch spezielle Öle extrem hohe Penetration und durch den hohen Festkörpergehalt Langzeitschutz; tropfgehemmt mit gutem Kantenschutz, biozidfrei, 10–15 m²/l.

Jansen ISO-WSF Wetterschutzfarbe

Das deckende Eintopf-System für stark beanspruchte Holzbauteile außen: Fassaden, Zäune, Palisaden, Brüstungen. Hochelastisch, isoliert wasserlösliche Holzinhaltsstoffe, rostinhibierend und mit geringer Wasseraufnahme; auf Hart-PVC und verzinktem Blech – also an Regenrinne und Fallrohr – ohne separaten Haftvermittler.

Jansen ISO-Venti Xtrem

Für Fenster und Außentüren statt Fassade: ventilierend und vor allem blockfest, sodass Flügel und Rahmen nicht aneinander kleben. Deckend auf Holz-, Kunststoff- und Aluminiumfenstern, auf Hart-PVC, Aluminium und Zink ohne separaten Haftvermittler, Ergiebigkeit 10–12 m²/l.

Jansen Yacht- und Bootslack

Der wetter- und wasserfeste, hochglänzende Klarlack für hochbeanspruchtes Holzwerk, Gartenmöbel und Holzboote – seewasserbeständig und hochelastisch, 12–14 m²/l. Richtig, wenn das Holz sichtbar bleiben und glänzen soll, nicht für große Fassadenflächen.

Schritt für Schritt

Schritt 1: Holzfeuchte und Zustand prüfen

Auf nasses Holz wird nicht gestrichen, auch nicht an einem sonnigen Nachmittag nach drei Regentagen. Vergrautes, abgewittertes Holz, lose Fasern und abblätternde Altanstriche müssen zuerst herunter, sonst beschichten Sie eine Trennschicht.

Schritt 2: Reinigen und Altanstrich beurteilen

Fläche reinigen, Algen und Grünbelag entfernen und prüfen, ob der Altanstrich lasierend oder deckend ist. Ein deckender Altanstrich lässt sich nicht sinnvoll mit einer Lasur überholen – das legt den weiteren Weg fest.

Schritt 3: Schleifen und Kanten brechen

Flächen anschleifen, Fasern abnehmen und scharfe Kanten brechen. An scharfen Kanten reißt jeder Film zuerst auf, weil die Schichtdicke dort am geringsten ist – ein gerundeter Radius verlängert die Standzeit der ganzen Fassade.

Schritt 4: Grundieren mit Holzschutzgrund

Woodprimer WV in ein bis zwei Arbeitsgängen mit 120–140 ml/m² einbringen, als vorbeugender Schutz vor Bläue und Schimmel. Nur für Hölzer ohne Erdkontakt, die statisch nicht beansprucht werden – Pfosten im Boden fallen nicht darunter.

Schritt 5: Hirnholz und Stirnseiten extra behandeln

Über Hirnholz saugt Holz ein Vielfaches an Wasser. Stirnseiten, Zuschnitte und Bohrungen mehrfach satt vorlegen, bevor die Fläche dran ist – hier beginnt fast jeder Schaden an Zaun und Verschalung.

Schritt 6: Erster Anstrich

Bei ISO-WSF erfolgen Grund- und Deckanstrich mit demselben Material, also kein separater Vorlack. Mit Pinsel mit Kunststoffborsten oder kurzfloriger Rolle arbeiten, ca. 125 ml/m² ansetzen und brettweise durchziehen, damit keine Ansätze mitten in der Fläche stehen.

Schritt 7: Zweiter Anstrich nach 6 bis 8 Stunden

ISO-WSF ist nach 1 Stunde staubtrocken und nach 6 bis 8 Stunden überstreichbar; durchgetrocknet und belastbar ist die Fläche nach 1 bis 2 Tagen. Zeigen sich im ersten Anstrich Verfärbungen durch Holzinhaltsstoffe, ist eine Isolierzeit von 24 Stunden einzuhalten, bevor überstrichen wird.

Schritt 8: Wetterfenster einhalten

ISO-WSF ist noch bei +4 °C verarbeitbar, das verschiebt den Saisonschluss nach hinten. Trotzdem nicht in direkte Mittagssonne, nicht auf aufgeheizte Bretter und nicht, wenn vor Ablauf der Trocknung Regen zu erwarten ist.

Untergründe und Sonderfälle

  • Senkrechte Holzverschalung an der Fassade: Verbretterungen, Zäune und Pergolen sind das klassische Einsatzgebiet der Imprägnierlasur, stark beanspruchte Fassaden und Brüstungen das der deckenden ISO-WSF. Die Wetterseite erhält dabei eher einen Anstrich mehr als die geschützte Seite, nicht ein anderes Produkt.
  • Zaun und Palisade mit Erdkontakt: Woodprimer WV ist für Hölzer im Freien ohne Erdkontakt vorgesehen, die statisch nicht beansprucht werden. Pfosten, die im Boden stehen oder tragen, fallen nicht darunter – hier gehört ein für Erdkontakt vorgesehener Aufbau oder eine Pfostenschuh-Lösung hin.
  • Vergrautes, nie behandeltes Holz: Die abgewitterte Graufaser ist keine tragfähige Fläche. Sie muss bis auf festes Holz herunter, sonst sitzt der schönste Anstrich auf einer Schicht, die sich beim nächsten Frost mit ablöst.
  • Fenster und Außentüren: Hier ist Blockfestigkeit Pflicht, sonst kleben Flügel und Rahmen. Deshalb gehört an Fenster und Türen ISO-Venti Xtrem und nicht die Fassaden-Wetterschutzfarbe – eine Unterscheidung, die bei gleicher Farbe am Haus leicht untergeht.
  • Regenrinne, Fallrohr und verzinktes Blech: ISO-WSF ist auch für Hart-PVC und verzinktes Blech vorgesehen und braucht dort keinen separaten Haftvermittler, zudem wirkt sie rostinhibierend. So kommen Fassade und Entwässerung mit einem Material in denselben Ton.
  • Hartholz, Tropenholz und ölhaltige Arten: Ölhaltige Hölzer und Holzinhaltsstoffe können Anstriche verfärben. ISO-WSF isoliert wasserlösliche Holzinhaltsstoffe; treten im ersten Anstrich trotzdem Verfärbungen auf, 24 Stunden Isolierzeit einhalten und erst dann überstreichen.

Verbrauch und Materialbedarf

ISO-WSF Wetterschutzfarbe liegt bei ca. 8 m²/l je Anstrich, also rund 125 ml/m²; für 60 m² Fassade in zwei Anstrichen sind damit etwa 15 Liter zu rechnen. Die Imprägnierlasur kommt mit 8–16 m²/l beziehungsweise 65–125 ml/m² je Anstrich aus, die Vario Solid Lasur mit 10–15 m²/l beziehungsweise 70–100 ml/m², der Holzschutzgrund mit 120–140 ml/m² in ein bis zwei Arbeitsgängen. Den exakten Verbrauch ermittelt eine Probefläche, weil die Saugfähigkeit über alles entscheidet.

Typische Fehler

  • Hirnholz wie Fläche behandeln: Stirnseiten saugen Wasser deutlich stärker als die Brettfläche und sind der Eintrittspunkt für fast jeden Fassadenschaden. Dort mehrfach satt vorlegen, bevor die Fläche gerollt wird.
  • Lasur über deckenden Altanstrich: Eine Lasur lebt vom Eindringen in das Holz – auf einem geschlossenen Altfilm kann sie das nicht und bleibt als dünner, schnell versagender Film liegen. Entweder deckend weiterarbeiten oder den Altanstrich entfernen.
  • Scharfe Kanten stehen lassen: Auf scharfen Kanten liegt die geringste Schichtdicke, dort reißt der Film zuerst. Kanten brechen kostet wenig und verlängert den Wartungszyklus der Fassade deutlich.
  • Bei falschem Wetter streichen: Pralle Sonne lässt den Film zu schnell schließen, Regen vor dem Durchtrocknen wäscht ihn an. ISO-WSF ist zwar noch bei +4 °C verarbeitbar, braucht aber danach 1 bis 2 Tage bis zur Belastbarkeit.
  • Zu früh überstreichen: Staubtrocken nach 1 Stunde heißt nicht überstreichbar – dafür sind 6 bis 8 Stunden anzusetzen. Zeigen sich Verfärbungen, gilt zusätzlich eine Isolierzeit von 24 Stunden.
  • Die Wetterseite wie den Rest behandeln: Die Südwestfassade bekommt in Hamburg deutlich mehr Schlagregen ab als die Hofseite. Wer dort nicht mehr Schichtdicke gibt, renoviert in einigen Jahren die ganze Fassade, obwohl nur eine Seite verschlissen ist.

In Hamburg-Bahrenfeld abholen statt warten

Holzschutzgrund, Lasuren und Wetterschutzfarbe bekommen Sie bei uns in Hamburg-Bahrenfeld, Bahrenfelder Chaussee 80, zur Abholung – bei Fassadenarbeiten ist das praktisch, weil sich der Bedarf meist erst zeigt, wenn die erste Seite fertig ist. Über die Jansen-MIX-Anlage mischen wir den Farbton vor Ort an, auch außerhalb der Standardtöne Weiß, Schwedenrot, Lichtgrau RAL 7035, Anthrazitgrau RAL 7016, Schokoladenbraun RAL 8017 und Schwarz RAL 9005 – und alle Gebinde für Ihre Fassade kommen aus derselben Mischung. Für den Hamburger Westen ist die salzhaltige Luft und der Schlagregen von Südwest das Hauptthema: Fassaden in Altona, Ottensen und Bahrenfeld halten deutlich länger, wenn Hirnholz und Wetterseite mehr Schichtdicke bekommen, und an Backsteinbauten entscheidet der Übergang zwischen Mauerwerk und Holzverschalung über den Rest. Bringen Sie Fotos der Fassade und, wenn möglich, ein Stück Altbrett mit, dann sagen wir, ob lasierend weitergearbeitet werden kann oder deckend aufgebaut werden muss.

ProMa Farben & Lacke · Bahrenfelder Chaussee 80, 22761 Hamburg-Bahrenfeld · Mo 8–14:30 · Di–Do 8–16 · Fr 8–14 · Sa 9–14 Uhr · Telefon/WhatsApp 0174 3145316 · info@proma-farben.de · Route anzeigen

Häufige Fragen

Lasur oder deckende Wetterschutzfarbe – was ist besser?

Das ist keine Qualitätsfrage, sondern eine Systementscheidung. Lasuren wie die Imprägnierlasur ziehen in das Holz ein, wirken ventilierend und lassen die Struktur sichtbar; die deckende ISO-WSF baut einen hochelastischen Film für stark beanspruchte Bauteile auf. Von deckend auf lasierend zurück geht praktisch nicht mehr, deshalb sollte diese Entscheidung am Anfang stehen.

Brauche ich einen Holzschutzgrund unter dem Anstrich?

Für Hölzer im Freien ist der Woodprimer WV als vorbeugender Schutz vor Bläue und Schimmel vorgesehen, unter filmbildenden Lasuren, Farben und Lacken. Eingebracht wird er mit 120–140 ml/m² in ein bis zwei Arbeitsgängen. Nicht geeignet ist er für Hölzer mit Erdkontakt und für statisch beanspruchte Bauteile.

Bei welcher Temperatur kann ich noch streichen?

ISO-WSF ist noch bei +4 °C verarbeitbar, was in Hamburg praktisch den halben Herbst nutzbar macht. Entscheidend ist aber, dass die Fläche danach trocknen kann: staubtrocken nach 1 Stunde, überstreichbar nach 6 bis 8 Stunden, durchgetrocknet und belastbar nach 1 bis 2 Tagen. Kühle Luft mit hoher Feuchte verlängert diese Werte deutlich.

Warum zeigen sich braune Verfärbungen im ersten Anstrich?

Das sind wasserlösliche Holzinhaltsstoffe, die aus dem Holz in den frischen Film wandern. ISO-WSF isoliert diese Inhaltsstoffe; treten im ersten Anstrich dennoch Verfärbungen auf, ist vor dem Überstreichen eine Isolierzeit von 24 Stunden einzuhalten. Einfach drüberstreichen verlagert das Problem nur in die zweite Schicht.

Kann ich Fenster und Fassade mit demselben Material streichen?

Besser nicht. Für Bauteile, die Blockfestigkeit brauchen – Fenster, Türen –, ist ISO-Venti Xtrem vorgesehen, für Fassade, Zaun, Palisade und Brüstung die ISO-WSF. Der Farbton lässt sich über das Jansen MIX System in beiden Produkten gleich einstellen, sodass das Haus trotzdem aus einem Guss aussieht.

Was mache ich mit Regenrinne und Fallrohr?

ISO-WSF ist auch für Hart-PVC und verzinktes Blech vorgesehen und benötigt auf diesen Untergründen keinen separaten Haftvermittler; außerdem wirkt sie rostinhibierend. Damit kommen Entwässerung und Holzverschalung ohne Zusatzprodukt in denselben Ton.

Wie lange hält ein Fassadenanstrich an der Wetterseite?

Das hängt mehr von Ausrichtung, Dachüberstand und Hirnholzschutz ab als vom Produkt. Eine schlagregenbelastete Südwestseite ohne Überstand verschleißt deutlich schneller als eine geschützte Hofseite. Planen Sie deshalb die Wetterseite von Anfang an mit mehr Schichtdicke und prüfen Sie dort jährlich die Kanten.

Wo bekomme ich Jansen Wetterschutzfarbe in Hamburg?

Bei ProMa Farben & Lacke in Hamburg-Bahrenfeld, Bahrenfelder Chaussee 80. Holzschutzgrund, Lasuren und Wetterschutzfarbe liegen zur Abholung bereit, Sonderfarbtöne mischen wir über die Jansen-MIX-Anlage vor Ort. Kommen Sie mit Fotos oder einem Altbrett, dann legen wir den Aufbau für Ihre Fassade gemeinsam fest.

Lasur mit Langzeitschutz

Jansen Vario Solid Lasur arbeitet als Grund-, Zwischen- und Schlussbeschichtung, dringt durch spezielle Öle tief ein und ist biozidfrei.

Direkt bestellbar bei ProMa Farben & Lacke, Ihrem Farben-Fachhandel in Hamburg-Bahrenfeld. Versand bundesweit oder Abholung Bahrenfelder Chaussee 80, 22761 Hamburg-Bahrenfeld. Fragen zu Menge und Aufbau? 0174 3145316.


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